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Das Projekt

Doch keine Messdienerinnen?

Eine alte, längst entschiedene Streitfrage mit neuer Aktualität

26. Januar 2012

Sie sind aus den liturgischen Feiern in der katholischen Kirche in den deutschsprachigen Diözesen nicht mehr wegzudenken: die vielen, engagierten und motivierten Messdienerinnen, die zusammen mit ihren männlichen Kollegen treu ihren Dienst am Altar Woche für Woche ausüben, geschätzt 250.000 Mädchen und junge Frauen. In den meisten Bistümern wurden hierfür in den letzten Jahren eigene Referate für Ministranten-und Ministrantinnenpastoral errichtet, die wertvolle Unterstützung in der geistlichen und liturgietheologischen Ausbildung der Jungen und Mädchen, die den Altardienst verrichten, leisten. Die Weltjugendtage als große inszenierte Treffen von katholischen Jugendlichen wären ohne diese engagierten jungen Christinnen und Christen aus den deutschen Diözesen nicht das, was sie sind.

Und dann das: immer mehr Diözesanbischöfe in den USA entscheiden, dass ab sofort in ihren Diözesen keine Mädchen und Frauen als Messdienerinnen mehr beginnen bzw. ihren Dienst fortsetzen dürfen. So aktuell geschehen in den Diözesen Arlington, Lincoln und Phönix, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Entscheidungen lösen Proteste bei den Betroffenen und ihren Eltern aus. Die von Jesuiten in den USA herausgegebene Zeitschrift „America“ (www.americamagazine.org) startete eine Solidaritätskampagne im Oktober 2011 mit dem bezeichnenden Titel: „Save the altar girls“.

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Das Projekt

Start des Projekts “Kirchenrecht in den Medien”

Sind kirchenrechtliche Fragestellungen in der täglichen Berichterstattung relevant?

Medien können enorme Auswirkungen auf die öffentliche Meinungsbildung haben. Sie informieren, stellen Zusammenhänge dar und provozieren hin und wieder gezielt. Mit Blick auf die katholische Kirche ist festzustellen, dass in den vergangenen beiden Jahren vor allem negative Ereignisse in der Berichterstattung Niederschlag gefunden haben. Die Missbrauchsfälle, die Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft und dabei besonders der Skandal um Bischof Williamson sind vielen Menschen noch in guter Erinnerung.

In welcher Hinsicht kirchenrechtliche und kirchenpolitische Fragestellungen in den Fokus der Medienberichterstattung geraten, behandelt die Studie „Kirchenrecht in den Medien“. Wie hängen Kirchenrecht und Politik hier zusammen? In welcher Form kommen derartige Inhalte in der alltäglichen Nachrichtenwelt zum Tragen? Wie werden Kirchenrecht und Kirchenrechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wahrgenommen?

Um diese und weitere Fragen zu klären, erfolgt eine Inhaltsanalyse der für die Studie ausgewählten Nachrichtensendungen von ARD und ZDF, die im Zeitraum von Januar 2010 bis Dezember 2010 aufgezeichnet wurden.

Ein Abschlussbericht in Form einer Bestandsaufnahme soll zeigen, wie und ob kirchenrechtliche und -politische Themen in der alltäglichen Berichterstattung relevant sind. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für Februar 2013 geplant.

Mittelgeberin des Projekts „Kirchenrecht in den Medien“ ist die Fritz Thyssen Stiftung. Es wird gemeinsam von Prof. Dr. Thomas Schüller, Münster, und Juniorprof.in Dr. Judith Hahn, Bochum, verantwortet. Projektmitarbeiter ist Dipl.-Theol. Christian Wode.


Das Projektteam

Prof. Dr. Thomas Schüller (Münster)
Juniorprof.in  Dr. Judith Hahn (Bochum)
Dipl.-Theol. Christian Wode


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